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Erdung beim Haus: Vorschriften, Methoden, Planung & Co.

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Blitzschutz und Erdung beim Haus: Vorschriften, Arten, Tipps
14:42

Stromschläge, Überspannung, Blitzschäden – all das klingt nach seltenen Ausnahmen. Doch ohne funktionierende Erdung können selbst ganz normale Geräte im Haus zur Gefahr werden. Gut zu wissen also, wie eine Erdungsanlage funktioniert, welche Rolle der Potentialausgleich spielt und was gesetzlich vorgeschrieben ist. Genau das erklären wir hier Schritt für Schritt.

Hauserdung im Schnelldurchlauf

  • Die Erdung schützt vor gefährlichen Stromschlägen und leitet Strom sicher in die Erde ab.
  • Eine Erdungsanlage schützt auch vor Überspannungen in Geräten, wie durch Blitzschläge oder Spannungsspitzen.
  • Insgesamt gibt es vier Hauptarten der Erdung: natürliche Erdung, Fundamenterdung, Tiefenerdung und Ringerdung – jede geeignet für verschiedene Gebäudestrukturen und Umgebungen.
  • Der Potentialausgleich gleicht Spannungsunterschiede aus, um elektrische Schläge zu verhindern.
  • PV-Anlagen benötigen eine spezielle Erdung, um Stromschläge und Blitzschäden zu verhindern. Sie unterliegen den gleichen technischen Normen und Vorschriften wie Hauserdungen. 

Was ist eine Hauserdung beim Gebäude?

Die Hauserdung ist ein Sicherheitsmechanismus, der Menschen und Tiere in Gebäuden vor Stromschlägen schützt. Diese können z. B. bei Störungen in elektrischen Anlagen auftreten oder wenn ein Blitz ins Haus einschlägt.

Konkret handelt es sich um eine physikalische Verbindung zwischen den elektrischen Systemen des Gebäudes und dem Erdreich. Diese Verbindung wird über einen leitfähigen Erdungsleiter hergestellt – meist ein Kupfer- oder verzinkter Stahldraht –, der fest im Boden verankert ist. Er bildet das Bindeglied zwischen dem Hausstromnetz und der Erde als natürlichem „Stromableiter“.

Darum ist Erdung wichtig fürs Einfamilienhaus

Die Erdung erfüllt 2 lebenswichtige Aufgaben:

  1. Schutz vor Stromschlägen: Bei Defekten an Geräten oder Leitungen verhindert die Erdung, dass gefährliche Berührungsspannungen entstehen.
  2. Stabilisierung & Überspannungsschutz: Die Erdung sorgt für eine stabile Spannung im Haus, damit alle Geräte und Anlagen ordnungsgemäß funktionieren. Auswirkungen von möglichen Überspannungen durch Blitzschläge oder Spannungsspitzen werden abgemildert. 

Experteninterview zu den Themen Blitzschutz und Hauserdung

Im Interview mit Wohnen und Finanzieren erklärt Elektroschutz-Fachmann Maximilian Koch, worauf es bei der Erdung von Gebäuden ankommt und welche Fehler Bauherren vermeiden können.

Erdungsanlage im Haus: Arten der Erdung

Nicht jede Erdung ist gleich. Je nach Bauweise, Bodenbeschaffenheit und Gebäudetyp kommen unterschiedliche Arten von Erdungen zum Einsatz. Ziehen Sie unbedingt einen qualifizierten Elektroinstallateur oder Bauingenieur zu Rate, wenn es um Entscheidungen über Anschlüsse, Blitzableiter & mehr geht.

Verschiedene Erdungsarten beim Haus grafisch dargestellt

Fundamenterder – Standard im Neubau

Der Fundamenterder wird direkt im Betonfundament des Hauses verlegt – noch bevor die Bodenplatte gegossen wird. Er besteht meist aus korrosionsgeschütztem Stahlband und liegt vollständig im erdberührten Beton.

  • langlebig, kostengünstig, bauteilintegriert
  • Nachrüstung später nicht möglich

Tiefenerder – ideal bei Altbauten

Wenn kein Fundamenterder möglich ist, kommt der Tiefenerder zum Einsatz. Dabei wird ein leitfähiger Stab mehrere Meter tief senkrecht in den Boden geschlagen. So entsteht auch nachträglich eine zuverlässige Erdverbindung.

  • gute Lösung für die Nachrüstung oder bei felsigem Untergrund
  • erfordert ggf. Bodengutachten bei schwierigen Bedingungen

Ringerder – Erdung rund ums Gebäude

Dieses System wird unterhalb oder seitlich der Fundamente in etwa 70 bis 100 cm Tiefe eingebracht. Der Ringerder umfasst das ganze Gebäude und sorgt so für eine gleichmäßige Erdung. Er eignet sich besonders bei nicht leitfähigem Beton.

  • gleichmäßige Ableitung, kombinierbar mit Blitzschutz
  • aufwendiger in der Verlegung

Natürliche Erdung mit vorhandenen Teilen

Auch bestehende, erdberührte Metallteile wie Wasserleitungen, Bewehrungsstahl oder Stahlträger können als „natürliche Erder“ dienen – vorausgesetzt, sie erfüllen die technischen Anforderungen (z.B. DIN 18014, DIN VDE 0100‑540). Diese Hauserdung wird in der Praxis oft ergänzend genutzt.

  • keine zusätzlichen Grabungsarbeiten nötig
  • nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig
Die Erdung an sich ist notwendig, damit meine elektrischen oder elektronischen Geräte einerseits funktionieren und andererseits ich mich vor elektrischem Schlag schütze.
Maximilian Koch, Firma Dehn

Unterschied zwischen Erdung und Potentialausgleich

Viele verwechseln Erdung mit dem Potentialausgleich – dabei schützen beide auf unterschiedliche Weise Ihr Zuhause vor Stromunfällen.

  • Die Erdung sorgt dafür, dass Fehlerströme – z. B. bei einem defekten Gerät oder einem Blitzschlag – sicher in die Erde abgeleitet werden. Sie stellt die Verbindung zwischen dem Stromnetz des Hauses und dem Erdreich her.
  • Der Potentialausgleich verbindet alle leitfähigen Teile im Haus miteinander, z. B. Wasserrohre, Heizkörper und Schutzleiter der Steckdosen. So können keine gefährlichen Spannungsunterschiede entstehen, die bei Berührung einen Stromschlag verursachen würden.

Übrigens: In Badezimmern ist ein zusätzlicher Schutzpotentialausgleich Pflicht, weil dort Wasser und Strom besonders nah beieinanderliegen.

Erdung beim Haus: Vorschrift nach DIN & Standards

Die Erdung von Gebäuden unterliegt in Deutschland klar definierten technischen Normen und gesetzlichen Vorgaben. Diese legen Mindestanforderungen fest, die beim Hausbau oder bei der Modernisierung von Gebäuden eingehalten werden müssen.

Beim Thema Hauserdung sind insbesondere die DIN-Vorschriften DIN 18014, DIN VDE 0100-540 sowie DIN VDE 0100-410 und DIN EN 62305 relevant.

Standard für Erdungsanlagen im Neubau – DIN 18014

Für alle Neubauten gilt die DIN 18014. Diese Norm definiert, wie eine Erdungsanlage fachgerecht zu planen, zu installieren und zu dokumentieren ist. Die wichtigsten Punkte:

  • Es können sowohl Fundamenterder, Ringerder, Tiefenerder (Staberder) oder Strahlenerder verwendet werden – auch Kombinationen sind zulässig.
  • Die gewählte Erdungsart muss zur Bauweise und zum Boden passen und bereits vor dem Betonieren der Bodenplatte eingeplant sein.
  • Alle Materialien müssen korrosionsgeschützt, leitfähig und normgerecht verbaut werden.
  • Nach der Installation ist die Erdungsanlage messbar zu prüfen und zu dokumentieren.

Praxisregel: Ohne normgerechte Erdungsanlage erfolgt kein Anschluss an das öffentliche Stromnetz.

Potentialausgleich – DIN VDE 0100-540 & 0100-410

Die DIN VDE 0100-540 legt fest, dass alle leitfähigen Gebäudeteile miteinander verbunden sein müssen – dazu zählen u. a.:

  • metallische Wasserleitungen und Gasrohre
  • Heizungs- und Klimaanlagen
  • metallische Strukturen des Gebäudes selbst
  • Telekommunikations- und Antennenanlagen
  • Bade- und Duschbereiche (hier wird ein zusätzlicher, sogenannter „Schutzpotentialausgleich“ vorgeschrieben)

Die DIN VDE 0100-410 schreibt ergänzend Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag vor. Die Verbindungen für den Potentialausgleich müssen folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • dauerhaft korrosionsbeständig
  • mechanisch stabil
  • elektrisch sicher leitfähig

Zentrale Schnittstelle ist die Haupterdungsschiene (HES), an der alle Leitungen zusammengeführt werden.

Blitzschutz & Erdung gehören zusammen – DIN EN 62305

Die DIN EN 62305 ist eine europäische Norm, welche den Blitzschutz für Gebäude, einschließlich der Erdung und des Potentialausgleichs, behandelt. Sie ist insbesondere relevant bei Gebäuden mit Photovoltaikanlagen, Einfamilienhäusern in exponierter Lage oder Anforderungen der Blitzschutzklasse I–IV

Gesetzliche Grundlagen: NAV und Landesbauordnungen

Ergänzend zu den technischen DIN- und VDE-Normen gelten auch gesetzliche Vorgaben:

  • Die NAV (Niederspannungsanschlussverordnung) verlangt eine fachgerechte Erdung als Voraussetzung für den Netzanschluss durch den Energieversorger.
  • Die Landesbauordnungen der Bundesländer können zusätzliche Anforderungen an Blitzschutz und Erdung enthalten – z. B. für Mehrfamilienhäuser, Sonderbauten oder bei Dachumbauten.

Wie tief muss ein Erdungsstab sein?

Der Erdungsstab sollte so tief in den Boden eingeschlagen werden, dass er eine gute Kontaktfläche zum Erdreich hat und eine effektive Stromableitung ermöglicht. Die übliche Tiefe liegt bei ca. 2,5 bis 3 Metern, kann aber auch variieren – je nachdem, wie gut der Boden Strom leitet.

Planung und Installation einer Erdungsanlage beim Neubau

Beim Bau eines Hauses ist eine wirksame Erdung nach den Vorschriften des VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V.) Pflicht. Nach diesen Vorschriften und den neuesten Anforderungen plant und installiert die Fachfirma Ihres Vertrauens die Erdungsanlage des neuen Hauses. Und so läuft dieser Prozess ab:

  1. Zunächst wird ein geeigneter Standort für die Erdung gewählt. Es ist wichtig, dass der Boden an dieser Stelle ausreichend leitfähig ist. Manchmal muss der Boden untersucht werden, um seine Leitfähigkeit zu bestimmen.
  2. Nun wird die geeignetste Erdungsart ausgewählt. Dies könnte eine Fundamenterdung, eine Tiefenerdung, eine Ringerdung oder eine Kombination aus mehreren sein.
  3. Der Erdungsstab muss unbedingt aus korrosionsbeständigem Material, typischerweise aus Kupfer oder verzinktem Stahl, bestehen. Seine Ausmaße hängen von verschiedenen Faktoren ab, u. a. den erwarteten elektrischen Lasten und den örtlichen Vorschriften.
  4. Bei der Installation der Erdungsanlage wird der Erdungsstab in die Bodenplatte eingebracht und mit dem Erdungspunkt des Elektrosystems verbunden. Alle Kontakte müssen stabil sein und dürfen nicht versehentlich gelöst werden können.
  5. Nach der Installation wird die Erdungsanlage gemessen und geprüft, damit die Erdung gut funktioniert und alle Standards und Vorschriften erfüllt.

Instandhaltung und Überprüfung der Erdungsanlage

Eine regelmäßige Prüfung der Erdung ist in Privathäusern keine Pflicht, aber doch empfehlenswert. Dafür können Sie einen Fachbetrieb beauftragen, der Ihre Elektroinstallationen inspiziert. Dabei wird die Erdungsanlage sowohl auf sichtbare Schäden als auch auf ihren Widerstand geprüft, um sicherzustellen, dass sie eine ausreichende Leitfähigkeit aufweist.

Typische Fehlerquellen sind Korrosion der Materialien, Lockerung oder Beschädigung der Verbindungen oder Veränderungen im Boden (z. B. Austrocknung oder Erosion). All diese Faktoren beeinträchtigen die Leitfähigkeit und können dazu führen, dass die Erdungsanlage nicht mehr effektiv funktioniert.

Erdung von Photovoltaik-Anlagen

Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) haben ihre eigenen spezifischen Anforderungen an die Erdung. Wie auch die Hauserdung, schützt die Photovoltaik-Erdung vor lebensgefährlichen Stromschlägen. Außerdem fungiert sie als Blitzschutz (besonders wichtig auf Dächern) und trägt dazu bei, dass die teure Anlage bei einem Stromstoß nicht kaputt geht.

Bei PV-Anlagen müssen alle metallenen Teile in einen Potentialausgleich einbezogen werden. Dies verhindert Störströme, die die Leistung der Anlage beeinträchtigen und die Materialien beschädigen können.

Im Übrigen müssen auch bei der PV-Erdung alle aktuellen technischen Standards und Vorschriften eingehalten werden – also die DIN-Normen und die VDE-Vorschriften. Natürlich sollte auch hier, wie bei jeder anderen Erdungsanlage, regelmäßig geprüft und gewartet werden, damit alles einwandfrei funktioniert.

Kosten einer Hauserdung

Die Kosten für eine Hauserdung liegen in der Regel zwischen 2.000 und 3.000 €. Je nach den spezifischen Gegebenheiten variieren Sie aber.

Zu einem der wichtigsten Faktoren zählt die Größe Ihres Hauses: Ein kleines Einfamilienhaus benötigt weniger Material und Arbeitsaufwand als ein größeres Gebäude, bei dem möglicherweise zusätzliche Ableitungen erforderlich sind. Wenn Ihr Haus ein größeres Dach hat, benötigt es bspw. mehrere Blitzableiter, was die Kosten natürlich erhöht.

Auch die Beschaffenheit des Untergrunds ist entscheidend. Ein felsiger oder sandiger Boden erschwert die Installation einer Erdung häufig, da tiefere Erdungsstäbe oder spezielle Materialien notwendig sind. In einem feuchten, lehmigen Boden hingegen lässt sich eine Erdung einfacher und kostengünstiger realisieren, da dieser die Blitze besser ableitet.

Zusätzlich sollten Sie die Kosten für die Blitzschutzanlage berücksichtigen. Ein klassisches Fangsystem ist in der Regel günstiger, während ein isolierter Blitzschutz, der besonders empfindliche Geräte schützt, meist teurer ist. Solch eine Blitzschutzanlage umfasst Blitzableiter, Ableitungen über das Dach sowie die Verbindung zur Erdungsanlage. Je nach System liegen diese zwischen 2.500 und 4.000 €.

Muss vor der Installation der Erdung eine Bodenuntersuchung durchgeführt werden, dann kommen hier noch zusätzliche Kosten auf Sie zu. Standard-Bodenuntersuchungen liegen je nach Bundesland bei zwischen 200 bis 800 €. In manchen Fällen sind jedoch spezielle Tests erforderlich. Diese erhöhen die Kosten natürlich weiter.

Kann man die Erdung bei alten Häusern nachrüsten?

Wenn das alte Erdungssystem nicht mehr den aktuellen Standards entspricht oder wenn zusätzliche elektrische Anlagen installiert werden, die eine effektivere Erdung erfordern, dann muss nachgerüstet werden. Besonders bei Altbauten gestaltet es sich mitunter schwieriger, normgerecht zu erden.

Die Fundamenterdung, die meistens bei Neubauten erfolgt, fällt bei alten Häusern weg. Logisch, denn das Fundament steht ja schon. Als Alternative wird nachträglich mit Tiefenerdungen oder Ringerdungen gearbeitet. Bei der Tiefenerdung werden Kupferelektroden senkrecht in die Erde gebracht; die Ringerdung wird um das Fundament herum verlegt. Dann wird die neu verlegte Schutzerdung mit der Hausinstallation verbunden.

Kosten bei der Nachrüstung der Erdung in einem Altbau

Die Kosten für eine Nachrüstung der Erdung in einem Altbau kann zwischen einigen hundert und mehreren tausend Euro liegen. Der Preis hängt ab von:

  • Zustand des Altbaus
  • Art der Erdung
  • Arbeitsaufwand
  • eventuellen baulichen Veränderungen
  • Bodenbeschaffenheit
  • Material- und Arbeitskosten eines qualifizierten Elektrikers

Eine Baufinanzierung stellt eine gute Lösung dar, um die Kosten für die Erdung Ihres Hauses im Zuge einer umfangreichen Modernisierung des Altbaus zu stemmen. Mit speziellen Krediten für Renovierungs- und Bauprojekte können Sie die notwendigen Mittel aufbringen, ohne Ihre finanzielle Planung zu sprengen. Darüber hinaus gibt es gerade für energetische Sanierungen von Altbauten oft attraktive Förderprogramme, die zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse bieten.

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Fazit: Gut geerdet, gut geschützt

Die Erdung mag unsichtbar sein, doch sie ist der stille Held, der in unseren vier Wänden für Sicherheit sorgt. Ein Blitzschutzsystem für Einfamilienhäuser ist eine Investition in Sicherheit und ein unverzichtbarer Schutzschild gegen die elementaren Gefahren, die schnell die gesamte Existenz bedrohen.

Wenn man es mal objektiv betrachtet, [ist eine Blitzschutzanlage eine] relativ geringe Investition für einen sicheren Schutz.
Maximilian Koch, Firma Dehn

Ob beim Neubau oder bei der Sanierung eines Altbaus – ohne eine fachgerechte Erdungsanlage läuft nichts. Eine gut geplante Erdung ist wie ein unsichtbarer Beschützer, der für ruhige Nächte und sichere Tage sorgt und gleichzeitig Ihre Investition in die Sicherheit unterstützt.

Häufige Fragen zur Erdung

Ist eine Erdung gesetzlich vorgeschrieben?

Ja, eine fachgerechte Erdung ist in Deutschland verpflichtend – sowohl beim Neubau als auch bei bestimmten Modernisierungen. Die rechtliche Grundlage bilden die DIN 18014, die VDE-Vorschriften, die Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) sowie die Landesbauordnungen. Ohne nachgewiesene Erdungsanlage darf ein Gebäude nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen werden.

Kann ich ein Haus nachträglich erden?

Ja, die Erdung lässt sich auch in bestehenden Gebäuden nachrüsten. In Altbauten wird meist mit Tiefenerdern oder Ringerdungen gearbeitet. Die Nachrüstung sollte immer durch einen qualifizierten Elektrofachbetrieb geplant und durchgeführt werden.

Was ist eine Haupterdungsschiene (HES)?

Die Haupterdungsschiene ist der zentrale Sammelpunkt für alle Erdungs- und Potentialausgleichsleiter im Gebäude. An ihr werden z. B. Schutzleiter, Erdungsleitungen, Blitzschutzsysteme und metallische Gebäudeteile angeschlossen. Die HES sorgt dafür, dass alle leitfähigen Komponenten elektrisch miteinander verbunden sind.

Stefanie Neumann

Stefanie Neumann

Stefanie Neumann verantwortet als Lead Marketing & Communication bei Starpool alle strategischen Belange im Rahmen des Marketings und der Unternehmenskommunikation. Mit ihrer jahrelangen Erfahrung im redaktionellen Umfeld unterstützt sie den Kreationsprozess von WOHNEN UND FINANZIEREN.

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