In Zeiten steigender Grundstückspreise und wachsender Städte ist das Reihenhaus gefragter denn je. Reihenhäuser bieten viel Platz auf vergleichsweise kleinem Grund und das zu einem oft günstigeren Preis als freistehende Häuser. Besonders Familien finden hier eine gute Mischung aus Eigenheim mit Garten und bezahlbarer Lage.

Reihenhaus im Schnelldurchlauf

  • Reihenhäuser sind eine beliebte Alternative zum freistehenden Einfamilienhaus, besonders für Familien mit begrenztem Budget.
  • Sie bieten eine gute Kombination aus eigenem Garten, effizient genutzter Wohnfläche und meist günstigerem Preis.
  • Reihenmittelhäuser sind besonders energiesparend, Endhäuser punkten mit mehr Licht und Privatsphäre.
  • Ältere Reihenhäuser lassen sich gut sanieren und an moderne Wohnbedürfnisse anpassen. Jedoch gibt es Einschränkungen bei Fassade, Dach und Außenbereichen, vor allem, wenn das Haus Teil einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) ist.

Was zeichnet ein Reihenhaus aus?

Reihenhäuser sind Einfamilienhäuser, die in einer geschlossenen Bauweise direkt aneinandergrenzen. Es gibt also keinen Abstand zur Seite. Mindestens drei Häuser bilden dabei eine Reihe. Jedes Haus hat seinen eigenen Eingang, meist ein kleines Grundstück und ist vollständig vom Nachbarhaus getrennt – auch wenn die Seitenwände direkt aneinander liegen.

In der Mitte der Reihe befinden sich Reihenmittelhäuser. Dadurch, dass sie zwischen zwei Nachbarhäusern liegen, sind sie besonders energieeffizient. Dafür haben sie aber weniger Tageslicht und Privatsphäre.

Reihenendhäuser bilden den Abschluss der Häuserzeile und haben damit nur auf einer Seite einen direkten Nachbarn. Dadurch ist es meist heller und leiser. Außerdem hat man in einem Reihenendhaus meistens ein größeres Grundstück mit seitlichem Zugang. Diese Vorteile spiegeln sich natürlich auch im Preis wider: Endhäuser sind deutlich teurer als Mittelhäuser.

So sieht ein typisches Reihenhaus aus

Ein klassisches Reihenhaus hat meist 2 bis 3 Etagen, oft mit ausgebautem Dachgeschoss, sowie einen kleinen Garten auf der Rückseite. Die Grundstücke sind schmal, dafür geht die Bebauung in die Tiefe und Höhe.

Typischer Reihenhaus-Grundriss:

  • Erdgeschoss: Küche, Gäste-WC, Wohn-Essbereich mit Zugang zur Terrasse und Garten
  • Obergeschoss: 2–3 Schlafzimmer, Badezimmer
  • Dachgeschoss (falls ausgebaut): zusätzliches Zimmer (z. B. Büro, Gäste- oder Kinderzimmer), oft mit Dachschrägen

Die Wohnfläche liegt meist zwischen 90 und 140 m², die Grundstücksgröße zwischen 150 und 300 m². Bei modernen Neubauten gehören oft ein Stellplatz oder eine Garage dazu, teils auch Gemeinschaftsflächen wie ein Spielplatz oder Innenhof, die von der Hausgemeinschaft gepflegt werden.

Wer baut Reihenhäuser?

Reihenhäuser werden zwar häufig gebaut und sind besonders bei jungen Familien und Paaren beliebt, jedoch werden sie in der Regel nicht von Privatpersonen allein als Einzelprojekt errichtet. Der Bau eines Reihenhauses ist meist ein größeres Vorhaben, das entweder von Bauträgern, Bauunternehmen oder als gemeinschaftliches Projekt (z.B. Baugemeinschaften) realisiert wird.

Reihenhaus: Vor- und Nachteile

Vorteile von Reihenhäusern

Nachteile von Reihenhäusern

Günstiger als freistehende Einfamilienhäuser Weniger Privatsphäre durch direkte Nachbarn
Niedriger Energiebedarf dank weniger Wärmeverlust über Seitenwände Kaum Gestaltungsfreiheit bei Grundriss, Außenfassade oder Anbauten
Eigenes Grundstück und Garten trotz kompakter Bebauung Potenzielle Konflikte mit Nachbarn, z. B. bei Lärm, Sichtschutz oder gemeinsamen Zugängen
Ideal für Familien mit mittlerem Budget: Genug Wohnraum plus eigener Garten Schallschutz kann bei älteren Reihenhäusern unzureichend sein
Optimale Flächenausnutzung, oft gute Lage oder familienfreundliche Neubaugebiete Belichtung ist bei Mittelhäusern meist eingeschränkt
In Neubaugebieten oft mit nachhaltiger Ausstattung (z. B. PV-Anlagen, Wärmepumpe) Wertentwicklung kann von Lage und Zustand der Nachbarhäuser abhängen

Was kostet ein Reihenhaus?

Sie möchten ein Haus kaufen, aber ein freistehendes Objekt können Sie sich nicht leisten? Dann wäre ein Reihenhaus eine Überlegung wert. Sowohl die Investition als auch die laufenden Kosten sind überschaubarer. Gerade in gefragten Lagen ist das Reihenhaus deshalb eine beliebte Alternative. Ansonsten hängt der Preis von Lage, Größe, Ausstattung und Baujahr ab.

Reihenhaus-Kaufpreise im Vergleich

In ländlichen Regionen starten einfache Reihenhäuser teils bei unter 250.000 €, während in stadtnahen oder urbanen Lagen schon mal 400.000 bis 600.000 € erreicht werden (bei Neubauten oft sogar noch mehr). Ein Reihenendhaus ist dabei etwas teurer als ein Mittelhaus, da es nur einen direkten Nachbarn hat, oft heller ist und einen größeren Gartenanteil hat.

Preisbeispiel (Stand 2024):

  • Reihenmittelhaus (Bestand, 120 m², Stadtrand Köln): ca. 420.000 €
  • Reihenendhaus (Neubau, 130 m², Umland von München): ca. 680.000 €

Nebenkosten und laufende Ausgaben bei Reihenhäusern

Neben dem Kaufpreis fallen wie auch bei allen Immobilien weitere Kosten an:

 

Ist ein Reihenhaus wirklich preiswerter als eine Eigentumswohnung?

Die Baukosten für Reihenhäuser sind im Vergleich zum Geschosswohnungsbau niedriger, weil der Bau weniger komplex ist und Ausgaben für Gemeinschaftsflächen wie Treppenhäuser entfallen. Das wirkt sich auch auf den Endverbraucher aus: In vielen Fällen sind Reihenhäuser günstiger als Eigentumswohnungen gleicher Größe. Der Quadratmeterpreis für neue Reihenhäuser liegt laut Statistischem Bundesamt häufig unter dem von Geschosswohnungen.

Reihenhaus: Vor- und Nachteile

Vorteile von Reihenhäusern

Nachteile von Reihenhäusern

Günstiger als freistehende Einfamilienhäuser Weniger Privatsphäre durch direkte Nachbarn
Niedriger Energiebedarf dank weniger Wärmeverlust über Seitenwände Kaum Gestaltungsfreiheit bei Grundriss, Außenfassade oder Anbauten
Eigenes Grundstück und Garten trotz kompakter Bebauung Potenzielle Konflikte mit Nachbarn, z. B. bei Lärm, Sichtschutz oder gemeinsamen Zugängen
Ideal für Familien mit mittlerem Budget: Genug Wohnraum plus eigener Garten Schallschutz kann bei älteren Reihenhäusern unzureichend sein
Optimale Flächenausnutzung, oft gute Lage oder familienfreundliche Neubaugebiete Belichtung ist bei Mittelhäusern meist eingeschränkt
In Neubaugebieten oft mit nachhaltiger Ausstattung (z. B. PV-Anlagen, Wärmepumpe) Wertentwicklung kann von Lage und Zustand der Nachbarhäuser abhängen

Was kostet ein Reihenhaus?

Sie möchten ein Haus kaufen, aber ein freistehendes Objekt können Sie sich nicht leisten? Dann wäre ein Reihenhaus eine Überlegung wert. Sowohl die Investition als auch die laufenden Kosten sind überschaubarer. Gerade in gefragten Lagen ist das Reihenhaus deshalb eine beliebte Alternative. Ansonsten hängt der Preis von Lage, Größe, Ausstattung und Baujahr ab.

Reihenhaus-Kaufpreise im Vergleich

In ländlichen Regionen starten einfache Reihenhäuser teils bei unter 250.000 €, während in stadtnahen oder urbanen Lagen schon mal 400.000 bis 600.000 € erreicht werden (bei Neubauten oft sogar noch mehr). Ein Reihenendhaus ist dabei etwas teurer als ein Mittelhaus, da es nur einen direkten Nachbarn hat, oft heller ist und einen größeren Gartenanteil hat.

Preisbeispiel (Stand 2024):

  • Reihenmittelhaus (Bestand, 120 m², Stadtrand Köln): ca. 420.000 €
  • Reihenendhaus (Neubau, 130 m², Umland von München): ca. 680.000 €

Nebenkosten und laufende Ausgaben bei Reihenhäusern

Neben dem Kaufpreis fallen wie auch bei allen Immobilien weitere Kosten an:

 

Reihenhaus ohne Eigentümergemeinschaft?

Nicht jedes Reihenhaus gehört automatisch zu einer WEG. Viele Reihenhäuser stehen auf eigenem Grundstück und werden als sogenanntes Sondereigentum mit Alleineigentum verkauft, ohne Gemeinschaftsverwaltung. Trotzdem kann es gemeinsame Regelungen geben, etwa für Zufahrten oder Müllplätze. Ein Blick in die Teilungserklärung oder den Grundbuchauszug bringt Klarheit.

Reihenhaus sanieren modernisieren, aufstocken: Was ist bei dieser Art von Immobilie erlaubt?

Ob Dachausbau, Fassadenmodernisierung oder eine neue Raumaufteilung: Wer ein altes Reihenhaus renovieren möchte, sollte vor dem Start genau wissen, was erlaubt ist und was nicht. Denn gerade bei Reihenhäusern gelten besondere Vorgaben.

Grundsätzlich dürfen Sie alle baulichen Maßnahmen durchführen, die sich auf Ihr Sondereigentum beziehen, also innerhalb der eigenen vier Wände. Dazu gehören z. B.:

  • Innenwände versetzen oder entfernen (keine tragenden Wände),
  • Bäder und Küche modernisieren,
  • Bodenbeläge und Fenster austauschen (ggf. genehmigungspflichtig, siehe unten).

Besonders ältere Reihenhäuser aus den 60er- bis 80er-Jahren bieten viel Potenzial. Hier kann so einiges modernisiert werden – von der energetischen Sanierung (Fördermittel beachten!) über die barrierefreie Raumaufteilung bis hin zur Photovoltaikanlage.

Anders sieht es bei Maßnahmen aus, die das äußere Erscheinungsbild oder statische Elemente betreffen. Hier greifen je nach Eigentumsform und Nachbarschaftsregelung Vorgaben, z. B. durch eine Teilungserklärung oder das Wohnungseigentumsgesetz (WEG). Meist ist ein einheitliches Erscheinungsbild vorgeschrieben. Das betrifft:

Bevor Sie die Fassade Ihres Reihenhauses streichen, dämmen oder neugestalten, sollten Sie daher immer einen Blick in die Teilungserklärung, die Gestaltungssatzung der Gemeinde oder ggf. in bestehende Vereinbarungen mit der WEG werfen.

Was den Dachausbau im Reihenhaus angeht, so ist dieser möglich, aber genehmigungspflichtig. Außerdem müssen Statik und die Brandwand zum Nachbarn beachtet werden. Fenster oder Gauben dürfen ggf. nur symmetrisch zur Nachbarbebauung eingebaut werden.

Reihenhaus aufstocken ist nur in Ausnahmefällen realistisch. Grund: Die Gebäude sind direkt aneinandergebaut, sodass Veränderungen am Dach nicht nur technisch, sondern auch rechtlich komplex sind. Nur wenn alle angrenzenden Eigentümer zustimmen, die statischen Voraussetzungen gegeben sind und die örtliche Bauordnung die zusätzliche Höhe erlaubt, kann eine Aufstockung überhaupt genehmigt werden.